Endoskope für die Medizin

Medizinische Utensilien oder Horrorobjekte?

Ein Arztbesuch ist oft stressig und mit allerlei unangenehmen Gerüchen, Untersuchungen und Erinnerungen verbunden, die man am liebsten verdrängen möchte. Schon die meisten Kinder gehen nicht gerne zum Arzt und gerade in Deutschland hat sich die Haltung eingeschlichen, dass man nur im äußersten Notfall geht, und schon gar nicht ins Krankenhaus möchte.

Schlimmer wird es noch, wenn man konkrete Phobien hat. Vor allem medizinisches Equipment kann uns so richtig Angst einjagen. Die seltsamen Röhren und Spritzen können für manche Leute ausreichen, um sie in die Flucht zu schlagen. Das ist auch niemandem zu verübeln, denn viele der Untersuchungen können sehr unangenehm sein. Glücklicherweise ordnen Ärzte aber nichts an, das nicht absolut notwendig ist.

Endoskope für die Medizin

Die Endoskopie – Was ist das?

“Wir führen eine Endoskopie an Ihnen durch” ist sicherlich ein Satz, der einigen Angst einjagt. Eine Endos-was? Das Wort noch nie gehört, klingt das ganze Vorhaben unheimlich und irgendwie ein wenig nach Science Fiction. Die Endoskopie ist auch gar nicht so harmlos, denn im Endeffekt führen die Ärzte in ihre Patienten Endoskope für die Medizin ein, um ihre Körper von Innen zu betrachten. Das geschieht nur, wenn eine Diagnose weder mit dem bloßen Auge, noch durch die anderen gängigen Verfahren (wie Röntgen) gewonnen werden kann. In diesem Fall müssen die Organe direkt betrachtet werden.

Das Endoskop wird also eingeführt – es trägt eine Kamera in sich. Außerdem kann man mit einem Endoskop auch direkt eine Gewebeprobe entnehmen oder einen Fremdkörper aus unserem Inneren entfernen.  Es klingt also gruselig, sieht auch etwas unheimlich aus, ist aber unheimlich praktisch und kann einem sogar gerne mal das Leben retten. Vor einer Endoskopie sollte also niemand Angst haben.

Organe, die oft untersucht werden, sind die Lunge, die Bronchien, der Magen-Darm-Trakt oder sogar die Gelenke. Es gibt aber noch viele weitere Stellen, die endoskopisch untersucht werden können.

Was ist ein Endoskop?

Es ist im Endeffekt ein Gummischlauch oder Metallrohr mit Linse, Kamera, Licht und weiteren Vorrichtungen am vorderen Ende, um nicht nur die Organe zu untersuchen, sondern gegebenenfalls auch einige Tests oder minimalen medizinischen Eingriffe durchzuführen.

Muss ich davor Angst haben?

Unser Leben ist riskant, wenn man pessimistisch sein will. Es kann immer etwas passieren, aber gerade bei seinem Arzt ist man im Normalfall in sehr guten Händen. Wie jeder medizinische Eingriff birgt auch die Endoskopie ein gewisses Grundrisiko, aber ein endoskopischer Eingriff gehört eher zu den ungefährlicheren Eingriffen. Im Normalfall geschieht nämlich überhaupt nichts, aber es kann in seltenen Fällen zu Blutungen oder Infektionen kommen. Manchmal kann es sogar zu Herzstörungen kommen, aber das liegt nicht an der Untersuchung selbst, sondern den Beruhigungsmitteln, die oft bei einer endoskopischen Untersuchung eingenommen werden müssen.

Das alles geschieht jedoch eher selten, und es gibt keinen wirklichen Grund zur Sorge. Die Probleme, die erst zu dieser Untersuchung geführt haben, sind im Normalfall um einiges bedrohlicher als die ärztliche Untersuchung.

Vertrauen ist wichtig. Trotz all der seltsamen Utensilien will ein Arzt nur unser Bestes, und wir können uns darauf verlassen, dass alles seinen Sinn und Zweck hat. Wenn es unheimlich aussieht, soll es uns dennoch einfach nur helfen.

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